Interview mit Dominik Müller – Lung | DRACHENREITER . Große Oper für kleine Ohren

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Jun
18

Interview mit Dominik Müller – Lung

Wie sind Sie zum Theater gekommen?

Familie und Freunde habe ich nach Erzählungen wohl schon immer gut „entertaint“. Dadurch stellte sich die Frage gar nicht erst, ob ich im schulischen Rahmen die nächstbesten Gelegenheiten nutzen würde. So spielte ich am Ende der Grundschule in Berlin Zehlendorf mein erstes Musical – ‚Hat’s schon angefangen?‘ – und nahm währenddessen an einer Tanz – AG teil.  Danach besuchte ich ein musikbetontes Gymnasium, an dem ich meine ersten Chor-Erfahrungen machte und meine künstlerische Ausrichtung in den letzten Schuljahren im Fach „Darstellendes Spiel“ konkretisieren konnte – abschließend sogar durch eine mündliche & praktische Prüfung im Rahmen des Abiturs.

Wollten Sie schon immer „Musicaldarsteller“ werden?

Zurückblickend stand der Weg zu einer darstellenden Kunstform eigentlich schon immer an erster Stelle. Das variierte dann lediglich zeitweise zwischen den jeweiligen Definitionen: Film, Theater oder Gesang. Musical kam erst recht spät dazu.

Was macht ihnen an diesem Beruf Spaß und was nicht?

Am meisten Freude bereiten mir wohl spontane unplanbare Momente im Zusammenspiel mit Kollegen. Sei es in den Proben oder bei Vorstellungen – der gemeinsamen Neuentdeckung von Szenen geht immer eine fundamentierte Vorbereitung und das gedankliche Lösen von dieser zum richtigen Zeitpunkt voraus.

Sind Sie auf Musiktheater spezialisiert oder spielen sie sonst in Theaterstücken mit?

Ausgebildet wurde ich zum Musicaldarsteller, was mir dank der Konzentration auf die drei Teilbereiche (Tanz, Gesang & Schauspiel) eine breite Aufstellung ermöglicht. So habe ich schon als Darsteller oder Tänzer in Musicals, sowie in puren Schauspielproduktionen mitwirken können.

Haben Sie sich für die Rolle aus Leidenschaft an der Rolle beworben oder einfach, weil es interessant klang?

Vor ca. 2 Jahren durfte ich bereits mit der Regisseurin Jennifer Toelstede bei der Uraufführung von den ‚Marzipanpiraten‘ zusammenarbeiten. Diese Herzens-Produktion, weckte augenscheinlich beidseitig das Interesse an einer erneuten Zusammenarbeit und so fragte sie mich vor einigen Monaten für diese Rolle an.

Haben Sie den Drachenreiter vorher schon gelesen?

Tatsächlich gehörte der Roman nicht zur Lektüre meiner Kindheit. Erst nachdem ich wusste, dass ich bei der Uraufführung dabei sein würde, verschlang ich das Buch.

Wie haben Sie sich auf ihre Rolle vorbereitet?

Das Lesen des Romans half mir, Lung besser kennenzulernen und den Ansporn seiner Reise zu ergründen. Durch ihre eigentlich ständige Präsenz in Film & Fernsehen, konnte ich mir die Körperlichkeit von Drachen schon sehr gut vorstellen.

Warum denken Sie, dass gerade Sie auf die Rolle von Lung passen?

Ich schätze, dass ich durch meine Körpergröße von knapp 2 Metern allein schon geeignet bin, den (fast) alle überragenden Drachen zu verkörpern. Abgesehen davon haben wir wohl eine gewisse Grundruhe und Gelassenheit gemeinsam, die bei Lung in einigen Momenten durch seinen ausgeprägten, animalischen Beschützerinstinkt durchbrochen wird.

Was haben Sie sonst so für Rollen gespielt, ich denke Drachen sind die Ausnahme?

Ähnlich außergewöhnliche Rollen waren wohl der schwebende Zauberer ‚Tim‘ und der befellte ‚Ni-Fürst‘ in ‚Monthy Python’s Spamalot‘. Abgesehen von einem Riesen in einem neuen Musical hatten diese beiden auch eine gewisse Fabelwesenaura.

Wie verkörpern Sie den Drachen, einmal abgesehen von dem Kostüm?

Das Kostüm wird in der Tat eine große Rolle spielen, da ich als Drache hauptsächlich auf meinen ‚Hinterbeinen‘ stehe und durch ein dementsprechendes Schuhwerk automatisch einen eher behäbigen, starken Gang habe. Man darf auf die Umsetzung des berühmten Drachenfeuers gespannt sein. Ansonsten versuche ich Bewegungsabläufe anders als beim Menschen zu gestalten. Beispielsweise das Umblicken durch den freibeweglichen Kopf oder das Zugehen auf andere Figuren. Ich schätze die Körperlichkeit bei dieser Rolle als einen entscheidenden Faktor ein..

Inwieweit unterscheidet sich der Drachenreiter von früheren Produktionen an denen Sie teilnahmen?

Die Geschichte ist ein recht geradlinig erzähltes großes Abenteuer, was sich allein von seiner Erzählform und vom Aufbau & Inhalt von meinen vorherigen Produktionen unterscheidet.

Haben Sie schon einmal in einer Jugendoper mitgewirkt?

Bisher nur an Kinder- und Familienmusicals.

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