Und was macht die Regieassistenz? Sarah Emiris | DRACHENREITER . Große Oper für kleine Ohren

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Jul
06

Und was macht die Regieassistenz? Sarah Emiris

Wir haben jetzt ja schon viel von Leuten gehört die auf der Bühne arbeiten. Doch was ist mit jenen die hinter der Bühne bleiben, diese sind natürlich kein bisschen weniger wichtig, denn ohne sie leuft gar nichts im Theater? Eine von diesen Leuten ist die Regie Assistentin Sarah Emiris. Doch was macht eine regie Assistentin überhaupt? Hier unten beschreibt Sarah ihren Beruf ein wenig, so das ihr einen besseren Eindruck von den Tätigkeiten einer Regie Assistentin bekommt…

Als Regieassistentin ist man eigentlich rund um die Uhr beschäftigt. Während der Proben ist es am Wichtigsten, dass ich alles (aber auch wirklich alles) mitschreibe, das auf der Bühne passiert, weil man sich später meistens nicht mehr daran erinnern kann, wer wann wo steht, wann was macht und sagt und so weiter. Außerdem sorge ich dafür, dass die Bühne und die Requisiten richtig aufgebaut sind und dass nichts fehlt. Zusammen mit der Regisseurin mache ich dann noch den Probenplan für den nächsten Tag. Außerhalb der Proben bin ich viel am telefonieren, vor allem mit den Leuten von Kostüm, der Maske und der Requisite. Dabei klären wir dann wichtige Details und organisieren dieses und jenes.
Von Zeit zu Zeit aktualisiere ich das Textbuch, da während der Proben so Einiges verändert wird und natürlich jeder die gleiche Fassung zum arbeiten braucht. Besonders tragend ist ansonsten noch meine Funktion als Sprachrohr zwischen der Regie und den Darstellern, da die Regisseurin selbst genug zu tun hat und es ihr sehr hilft wenn das meiste über mich läuft. Generell ist es also kein Beruf für jemanden, dem sehr an ausreichend Freizeit gelegen ist, mir macht es aber nichts, da ich es sehr genieße gebraucht zu werden. Das gefällt mir an diesem Beruf besonders. Ich mache das übrigens zu ersten Mal. Vor dieser Produktion habe ich schon zwei Mal Regiehospitanz gemacht und konnte so einige Erfahrungen sammeln, die mir jetzt sehr helfen. Außerdem war ich schon in fünfzehn Produktionen als Statistin auf der Bühne. Als Souffleuse habe ich auch schon ausgeholfen. Da ich mit der Regisseurin, durch meine Arbeit, hier am Theater Lübeck, gut befreundet bin und den Ruf habe sehr zuverlässig zu sein, hat sie mir bei Drachenreiter die Regieassistenz angeboten, wofür ich sehr dankbar bin. Besonders da die Meisten, die diesen Beruf ausüben, erst mal Regie studiert haben müssen. Insbesondere freut es mich bei dieser Produktion dabei zu sein, da ich schon seit meiner Kindheit ein großer Cornelia Funke Fan bin. Drachenreiter habe ich natürlich vor vielen Jahren schon gelesen und sehr geliebt, ebenso wie den zweiten Teil, der vor gar nicht so langer Zeit rausgekommen ist. Ich hoffe, dass diese Produktion viele neue Gäste, kleine wie große, in die Oper locken wird, mir liegt die kulturelle und künstlerische Förderung von Kindern und Jugendlichen sehr am Herzen. Ich persönlich bin der Meinung, dass man bei der Inszenierung eines Stückes, zwischen Kindern und Erwachsenen, keinen Unterschied machen sollte. Kinder können nämlich viel mehr verstehen und auch wertschätzen, als man häufig denkt. Man sollte sie niemals unterschätzen und dadurch degradieren. Hoffentlich wird unsere Inszenierung des Drachenreiters den Intellekt unserer jungen Gäste herausfordern und Befriedigung. Ich bin sicher, dass wir viele neue Opernfans gewinnen werden.

-Sarah Emiris

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